Selbstverteidigung

Sicherheit durch erfolgreiche Selbstverteidigung

Die hier vorgestellten Arten der Abwehrtechniken zielen darauf ab, einen oder mehrere Angreifer schnell kampfunfähig zu machen. Ein längerer sportlicher Kampf unter Einhaltung aller Regeln ist dazu nicht notwendig. Viele wirkungsvolle Abwehrmaßnahmen sind im sportlichen Wettkampf nicht erlaubt. Sie sind ausschließlich auf die Schwachstellen des menschlichen Körpers gerichtet, beispielsweise der harte Ellenbogen auf die Nase, das Knie in die Hoden, ein kraftvoller Hammerschlag beider Fäuste auf die Ohren des Angreifers oder ein gezielter Schlag mit dem Kopf gegen die Nase, wenn die Hände nicht frei sind.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, die Verhältnismäßigkeit im Selbstschutz einzuhalten. Sich selbst zu schützen ist erlaubt, aber einen Angreifer beispielsweise absichtlich zu töten, wird strafrechtlich verfolgt. Wer sich gegen einen tätlichen Angriff mit bewährten Methoden wehrt, ist aber hundertprozentig im Recht.

Die erfolgreiche körperliche Gegenwehr setzt die unbedingte Entschlossenheit zur Verteidigung voraus und die Zuversicht in das Beherrschen der eingesetzten Methoden. Große körperliche Kraft ist nicht zwingend notwendig.

Wing Tsun

Diese Methode sieht keine festen Regeln vor, sondern schnelles Reaktionsvermögen in jeder gefährlichen Situation. Die Kraft des Angreifers wird genutzt und gegen ihn verwendet. Der Mittelpunkt besteht aus vier Grundprinzipien, in denen die Ausgangslage eingeschätzt wird. Beispielsweise wenn der Gegner stärker ist oder kein Platz zum Angriff vorhanden ist. Die Selbstschutzreaktion auf allen Angriffsdistanzen wird eingeübt.

Der Schüler soll zu automatischen Reaktionen zur eigenen Verteidigung mittels taktiler Reflexe befähigt werden. Schubsen, Griffe und Halten sind einige Methoden dieser Form. Die komplizierten Griffe erfordern viel Übung, überraschen aber den Gegner. Konzentrierte Schnelligkeit wird trainiert.

Eine gefährliche Situation oder einen Angriff gilt es schnell zu beenden. Der Gegner soll möglichst keinen Treffer landen und handlungsunfähig gemacht werden.

Wing Tsun erfordert keine Akrobatik oder Körperkraft. Diese Selbstverteidigung ist für jeden geeignet.

Krav Maga

Krav Maga sieht natürliche Reflexe vor, die in Gefahrensituationen ohne weiteres Nachdenken funktionieren. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um einen Kampfsport, sondern schnell erlernte Maßnahmen zur Selbstverteidigung.

Ein ehemaliger Chefausbilder für Nahkampf der israelischen Armee, Imrich Lichtenfeld, entwickelte die Methode.

Die einfachen und effektiven Abwehrtechniken werden weltweit von Militär und Polizei angewandt. Zu den Techniken zählen unter anderem Waffenabwehr, Faust- Knie- und Tritttechnik. Krav Maga macht den Anwender gegen einen oder mehrere Angreifer schnell verteidigungssicher.

Das Training beinhaltet im Ablauf Kondition, Technik und Sparring. Beherztes Zugreifen und Pragmatismus sind hier gefragt. Körperkraft ist tatsächlich nicht notwendig. Die Gegenwehr wird aber durch Kraft gefährlicher für den Angreifer. Greifbare Gegenstände des Alltags werden im Kampf eingesetzt. Verletzungen des Angreifers werden in Kauf genommen. Das Ziel soll sein, den Angriff mit allen Mitteln zu überleben. Sonst beinhaltet diese Art der Verteidigung keine weiteren Philosophien.

Das gesondert definierte Grav Maga für Zivilpersonen zur Abwehr gilt als strafrechtlich einwandfrei. Das Erlernen der Angriffs- und Zugriffsmethoden für Militärpersonen ist für Privatpersonen nicht zugänglich. Die Methoden sind sehr effektiv, sie funktionieren praktisch sofort nach dem Erlernen.

Karate

Karate ist ein Wettkampfsport ohne Waffen, der Wert auf sportliche Fairness legt. Um als alleinige Abwehrmethode effektiv eingesetzt zu werden, erfordert es jahrelanges Training. Ein geübter Karate-Kämpfer kann sich sehr gut verteidigen. Neben den kraftvollen Faustschlägen und Tritten beinhaltet Karate auch Halte- und Hebeltechniken sowie Abwehr von Schlägen und Tritten. Die Techniken sollen sauber ausgeführt werden und werden sorgfältig bis zur Perfektion wiederholt.

Das Training vermittelt Ausdauer, Körperkraft, Gleichgewicht, die für die Tritte notwendige Beweglichkeit, philosophische Grundsätze und das Erlernen der umfangreichen Techniken.

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