Selbstverteidigung für Kinder

Sportliche Betätigung fördert unumstritten die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern. Die Selbsterfahrung durch Sport, die Mädchen und Jungen schon in frühen Jahren erlangen, prägt eine bewusstere Haltung zum eigenen Körper, führt zu einer differenzierten Selbst- und Fremdwahrnehmung und beeinflusst die Konzentrationsfähigkeit in hohem Maße positiv. Spätestens ab dem Grundschulalter befassen Sie sich als Eltern mit dem Gedanken, ihrem Nachwuchs eine Sportart als Ausgleich zum Schulalltag anzubieten. Während Jungen sich gerne einem Kampfsport widmen möchten, setzen Eltern von Mädchen eher auf einen Sport mit dem Schwerpunkt Selbstverteidigung.

Der Markt bietet hierzu unter dem Oberbegriff Budo eine Fülle an Angeboten, die für Mädchen und Jungen gleichermaßen attraktiv sind. Hervorzuheben sind hier die Sportvereine mit langjähriger und professioneller Erfahrung im Umgang mit Kids unterschiedlicher Altersgruppen. Judo, Jiu Jitsu, Karate oder Aikido, um nur einige zu nennen, eignen sich für Anfänger in besonderem Maße. Neben viel Bewegung und Spaß werden auf spielerische Weise die Inhalte dieses Sports vermittelt. Sie erfahren ein ganzheitliches Training, bei dem Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Standvermögen einen Aspekt dieses Sports darstellt. Ebenso elementar sind der respektvolle Umgang miteinander und die Mitverantwortung für die körperliche Unversehrtheit des Partners/der Partnerin in Übungs- und Kampfsituationen. Sie lernen sich flexibel auf verändernde Situationen einzustellen und stoßen auch an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit. Ein regelmäßiges Training zeigt den jungen Sportlern ihre Fortschritte auf, die sie in Prüfungen unter Beweis stellen können. Bei Freundschaftskämpfen und kleinen Turnieren sammeln sie wertvolle Erfahrungen. Die Kids fiebern für ihr Team mit und müssen sich im Einzelkampf behaupten. Sie lernen mit Enttäuschungen umzugehen und auch mal als Sieger geehrt zu werden. Je länger sie sich dem Sport widmen, desto mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten ziehen sie aus den sportlichen Erfolgen. Dies überträgt sich auch in ihren Alltag, in dem Kinder sich immer wieder selbst behaupten müssen – sei es im Schulbus, auf dem Schulhof oder beim Spielen in der Freizeit. Auseinandersetzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Es ist jedoch von entscheidendem Vorteil, überlegt mit einer Situation umgehen zu können und sich nicht einschüchtern zu lassen. Zur Philosophie der Selbstverteidigung gehört eine selbstbewusste innere Haltung, die nach außen Stärke signalisiert.

Die verschiedenen Arten der Selbstverteidigung beinhalten selbstredend Techniken aus dem Kampfsport und zielen auf das sportliche Messen der Kräfte. Einer unumstößlichen Grundregel zufolge gehört dieser Sport ausschließlich in den Dojo (Trainingsstätte, bzw. Übungshalle). Allein die Aussage eines Kindes, dass es sich mit Selbstverteidigungstechniken auskennt, reicht in der Regel schon aus, eine angespannte Situation zu entschärfen. Sollte es dennoch in Bedrängnis geraten, darf, soll und wird es sich zu verteidigen wissen.

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