Selbstverteidigung für Senioren

Wenn man jung ist, dann malt man sich in Gedanken schon gerne seine Zukunft aus. Wenn man sich auf sein Altenteil zurückzieht, dann möchte man diese Zeit nur noch genießen. Da gehören auch lange Spaziergänge in der Natur dazu. Die ältere Generation, die bereits das Rentenalter erreicht hat, sieht diese Sache schon wieder anders. Natürlich möchte man diese Zeit genießen und auch lange Spaziergänge unternehmen, doch gestaltet sich dies manchmal als ein gefährliches Unterfangen. Immer häufiger hört man davon, dass Rentner oder Rentnerinnen bei einem Spaziergang überfallen werden. Auch Angriffe in der eigenen Wohnung sind heute keine Seltenheit mehr. Was aber sollen die Menschen im Ruhestand unternehmen, damit sie sich gegen solche Angriffe schützen können? Einschließen in den eigenen vier Wänden ist sicherlich die falsche Lösung.

Die meisten Senioren gehen dieses Problem äußerst offensiv an. Sie wollen sich nicht von den Taten gewaltbereiter Kleinkrimineller einschüchtern lassen. Zu ihrer eigenen Sicherheit besuchen diese Ruheständler einen Kurs für Selbstverteidigung. Es gibt in diesem Bereich spezielle Kurse, die genau auf die Bedürfnisse der älteren Menschen eingeht und dabei auch eventuelle körperliche Einschränkungen berücksichtigen, die das Alter so mit sich bringt. In einem solchen Kurs kann eine alte Frau schnell und einfach lernen, wie sie sich zu verhalten hat, wenn jemand versucht, ihr die Handtasche zu stehlen. Dabei kommt es auch nicht darauf an, dass man besonders kräftig sein muss. Schließlich ist man als Senior nicht mehr so kräftig und beweglich, wie dies in jungen Jahren der Fall ist. Wird ein Senior jedoch in Selbstverteidigung unterrichtet, so ist er auch in der Lage, die Kraft seines Angreifers für seine Zwecke zu nutzen.

Wenn sich ein Senior dazu entschließt, einen Kurs für Selbstverteidigung zu belegen, dann bedeutet das nicht, dass er nun zu einem gefürchteten Karateka ausgebildet wird. Hier lernen die Senioren eher, wie sie sich im Falle eines Angriffs verhalten sollen. Dazu gehört es auch, dass man einen lauten Schrei ausstößt. Auf diese Weise sollen andere Personen auf den Angreifer aufmerksam gemacht werden, sodass dieser eventuell von seinem Vorhaben ablässt. Als Nächstes geht man daran, seine Umgebung nach Hilfsgegenständen zu erkunden. Das kann der Spazierstock sein oder sogar die Handtasche. Wenn man diese Gegenstände richtig einsetzt – und damit ist nicht der Einsatz als Schlagwerkzeug gemeint – hat man eine gute Unterstützung, um seinen Angreifer abzuwehren. Das Wichtigste jedoch ist immer, dass man auch nach einem solchen Kurs sich nicht unnötig in Gefahr bringt und die eigene Sicherheit in den Vordergrund stellt.

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